Europa allgemein:

Eberthof

Der Eberthof - Muster-Wohnungsbau der Schumacher-Zeit, entworfen vom bekannten Architekten Friedrich R. Ostermeyer. Hier flossen europäische Ideen des Neuen Bauens ein.

Fischer-Taschenbücher

Preiswerte Fischer-Taschenbücher stillen den Lesehunger nach europäischer Literatur in der Nachkriegszeit. Lange wurden sie in dem schönen Gewerbegebäude an der Holzmühlenstraße gedruckt.

Zigarrenfabrik ,,Haus Neuenburg" 

Dieses Gebäude wurde 1924-27 für die Kölner Zigarettenfirma erbaut und gelangte später in den Besitz der Reemtsmas. In dem wohl schönsten Fabrikgebäude Hamburgs vereinen sich Hamburger Backstein und europäisch inspirierter Bauhaus-Expressionismus. Aber auch das ist Teil der europäischen Geschichte: Die Firma Reemtsma wird durch Tabakproduktion und Zwangsarbeit auf der Krim Nutznießer des NS-Angriffskriegs in Osteuropa. 

Balkan:

Restaurant Balkan-Expressl

Seit Jahren ist hier die mediterrane Küche zuhause. Für viele Wandsbeker, auch für Migranten, die aus den Staaten des Balkan stammen, Erinnerung an Urlaub oder früheres Zuhause. 

Dänemark:

ältester Grenzstein Hamburgs

 

Einwanderer aus Skandinavien: Der älteste Grenzstein Hamb6urgs steht  im damaligen Grenzort Wandsbek. Er kündet vom  Mühlenbau am Stau der Wandse durch den dänischen Statthalter und Wandsbeker Gutsherrn Heinrich Rantzau.

 

Konditorei Andersen

Rund 80 Jahre lieferte die ursprünglich aus Haderslev/ Dänemark stammende Familie Andersen feinstes Backwerk aus Wandsbek in die Hamburger Haushalte. Weithin bekannt und beliebt waren auch die Pralinen und Petit Fours aus edelsten Zutaten. 

Seit 1919 in Hamburg ansässig, folgte 1933 die Ansiedlung in Wandsbek. Nach der Ausbombung in der Carl-Petersen-Str. führten Adolf und Ella Andersen ihre Konditorei mit Café bereits 1945 unter schwierigen Umständen in der Wandsbeker Marktstrasse fort und begründete dort den Ruf als einer der zehn besten Konditoreien Europas.  Es folgte die Expansion mit zahlreichen Filialen durch die 3. und 4. Generation. 2013 musste das traditionsreiche Kaffeehaus, das letzte verbliebene, auch an der Markststraße aufgeben.

 

Meilenstein 

Ein holsteinisch-dänischer Meilenstein an der Ahrensburger Straße zeugt noch heute von der über 400 Jahre währenden Verbundenheit mit Dänemark. Der dänische König war zugleich Herzog von Holstein und damit Landesherr.

Wandsbeker Königstraße 

Die Wandsbeker Königstrasse, benannt nach dem Besuch des dänischen Königs Christian VIII. in der Villa des angesehenen Kattunfabrikanten und Wohltäters Peter von Lengercke.

 

Dänemark/ Russland:

 Sandstein-Sphingen

Die beiden Sandstein-Sphingen am Torhaus Eichtalpark standen einst an der Auffahrt zum „Gottorper Palais“ Heinrich Schimmelmanns in der Hamburger Neustadt. Sie waren Zeugen des sog. Gottorper Vergleichs von 1768, ein kompliziertes Abkommen von europäischer Tragweite. Darin einigten sich die beiden Holsteiner Linien des Herzogtums auf die endgültige Loslösung Hamburgs von der über drei Jahrhunderte bestehenden Territorialherrschaft Holsteins. Am Verhandlungstisch saßen neben Hamburg die Unterhändler Dänemarks und Russlands mit Ansprüchen auf den Besitz im Herzogtum. Erst danach erreichte Hamburg die Reichsunmittelbarkeit als Freie und Hansestadt.

Tycho Brahe

Noch heute am Marktplatzrand lebendig: Der dänische Astronom Tycho Brahe

England:

Gartenstadt

Die Gartenstadt Wandsbek - eine Idee aus England wird auch in Wandsbek verwirklicht

 Morewood-Stift

Jeder kennt das schmucke Gebäude des Bürgervereins mit Heimatmuseum in der Böhmestraße, früher Stiftstraße. Der aus England eingewanderte Kaufmann Joseph Morewood wohnte in diesem weitläufigen Areal und verfügte nach seinem Tod den Bau eines Witwenheims, das Morewood-Stift. Nach dem Stifter und seiner Tochter sind auch die Josephstraße und die Lydiastraße benannt.

Terrassenhäuser

Wandsbeker Terrassen - Arbeiterwohnen nach dem Muster englischer terrace houses

Villenkolonie Marienthal

Ausschnitt Die Parzellierung Marienthals 1865 Quelle: Staatsarchiv  Hamburg 1865 StA 720-1 152-1 = 1_186_52
Ausschnitt Die Parzellierung Marienthals 1865 Quelle: Staatsarchiv Hamburg 1865 StA 720-1 152-1 = 1_186_52

Der Hamburger Kaufmann Carstenn sah auf Reisen in England die nach der Industrialisierung um die dreckigen Innenstädte herum entstandenen grünen Vorstädte für das gehobene Bürgertum. Er importierte diese Idee der Villenkolonie nach Deutschland. Mit der Parzellierung des Wandsbeker Schlossparks legte er den Grundstein für Deutschlands erste Villenkolonie: Marienthal. Er ging danach nach Berlin und legte dort die Vilkenkolonie Lichterfelde an.

Auch um die anderen deutschen Großstädte herum entstanden solche Villienkolonien.

Flandern:

Maler Hermann de Bruycker hugenottischer Abstammung

,,Wandsbek- Marienthal aus der Vogelschau" gemalt vom Eilbeker Maler Hermann de Bruycker, dessen Vorfahren als flämische Hugenotten im 17. Jahrhundert einwanderten.

 

Frankreich:

Attika aus dem Wandsbeker Schloss

Geschaffen vom französischen Bildhauer Dominique Rachette: Die Sandstein-Attika des Wandsbeker Schlosses. Lange befand sie sich im Eichtalpark und verfiel. Heute ist sie unter Glas im Bezirksamt bewahrt.

Mühlenteich-Park

Das heutige Wegenetz des Mühlenteich-Parks orientiert sich an der Parkanlage des Franzosen Joseph Rameé im Auttrag seines Schwagers P. v. Lengercke jr.

Robert-Schuman-Brücke

Seit 1988 heißt die ehemalige Wandsbeker Rathausbrücke nach dem französischen Politiker Robert-Schuman-Brücke. Er gilt als einer der Baumeister der europäischen Gemeinschaft.

 

     

Salon etre belle

Der Gebrauch von französischen Wörtern und Ausdrücken galt früher vor allem in der Oberschicht als chic. Auch mit der massenhaften Einwanderung hugenottischer Glaubensflüchtlinge (um 1700 war jeder vierte Berliner Franzose) gelangten zahlreiche französische Lehnwörter nach Deutschland. Dieser Friseur an der Wandsbeker Marktstraße nennt sich "Salon etre belle".

Griechenland:

Griechisches Restaurant 

Seit Jahrzehnten - Der Grieche - in Hinschenfelde

Italien:

Italiener "Rondell"

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im Nachkriegsdeutschland begann die große Einwanderung von Italienern nach Deutschland. Mit ihnen gelangte auch die italienische Küche u.a. in Form von italienischen Restaurants nach Deutschland. Hier der Italiener "Rondell", seit fast 20 Jahren in Wandsbek ansässig.

Niederlande:

Villa und Parklandschaft Wendemuth

Holländer legten die sumpfigen Wiesen trocken und schufen über Jahrhunderte  Villa und Parklandschaft Wendemuth d h. Wend den Unmut.

 

Rumänien: 

 Jonku-Haus

Der rumänische Einwanderer Vasile Jonescu baute kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs das ehemalige AOK-Gebäude von 1929 zu einer Spezial-Lederfabrik und Handelsgesellschaft aus. Die Wandsbeker Firma Jonku bestand bereits seit 1919, zunächst an der Schloßstrasse. Noch heute stehen am stattlichen Gebäude im Stil des Neuen Bauens die goldenen Lettern: JONKU-HAUS.

Rumänisch-orthodoxe Kirche

2013 wurde die Rumänisch-orthodoxe Kirche "St Johannis der Täufer" am Tegelweg in Farmsen gegründet. Das 1976 erbaute Gebäude wurde von der Neuapostolischen Kirche übernommen.

 

 

Russland:

 Russischer Supermarkt

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs begann eine Zuwanderung aus Russland und weiteren Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Vor allem für zwei Bevölkerungsgruppen war eine Migration nach Deutschland möglich: Den größten Anteil bildeten die 2,4 Mio Russlanddeutschen, die als Spätaussiedler einwanderten. Einen deutlich kleineren Anteil von ca. 220.000 kam als jüdische Kontingentsflüchtlinge. Die eher säkular eingestellten russischen Juden galten in der Sowjetunion nicht als Glaubensgemeinschaft, sondern als Ethnie, was auch im Pass vermerkt war.

Die Zuwanderung hat auch in Wandsbek Spuren hinterlassen. Hier bewirbt der Mix-Markt für osteuropäische Spezialitäten an der Tonndorfer Hauptstraße russische Produkte.

Schweden:

Schweden Car Werkstatt

Das Wandsbeker Unternehmen Schwedencar sorgt sich besonders um die
Gesundheit seiner Kunden und empfiehlt in der Pollensaison das Fahren
mit Mundschutz.

Schweiz:

Schokoladenfabrikation

Nestlé mit Sitz in der Schweiz setzt in Wandsbek die Schokoladentradition fort

 

Spanien:

Deutsch-Spanische Kita Luisito 2

In der bilingualen deutsch-spanischen Kita "Luisito 2" in der Hammer Straße werden den Kindern deutsche und spanische Traditionen vermittelt.

Schon im 17. und 18. Jahrhundert ließen sich spanische und Kaufleute in Hamburg nieder.

Seit der Krise in Südeuropa kam es in den letzten Jahren zu einer verstärkten Zuwanderung von Fachkräften auch aus Spanien. Die spanischsprachigen Klassen der Schule Wielandstraße in Eilbek und deutsch-spanische Kitas sind daher sehr gefragt.

Ukraine/ Armenien 

Vitali Klitschko und Gagik Khachatryan

Der Ukrainer Vitali Klitschko und der aus Armenien stammende Gagik Khachatryan sind Freunde seit der gemeinsamen Zeit im Wandsbeker Boxstall Universum.

Schuhmacher Gagik Khachatryan übt sein Handwerk seit vielen Jahren in Wandsbek aus.  Sein Laden ist zudem ein echter Treffpunkt für die Kunden des Einkaufszentrums.